Hochwasserschäden

Oleftalbahn (Kall - Hellenthal)
M&M
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Hochwasserschäden

Beitrag von M&M »

Darüber wurde hier noch nichts berichtet und www.oleftalbahn.de schweigt dazu noch. In der Kölnischen Rundschau gab es zwischenzeitlich aber einen kostenpflichtigen Artikel, dass die Zukunft ungewiss sei, die Strecke - wie leider zu erwarten - stark beschädigt.
Gruß M&M
Metzelyeti
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Metzelyeti »

Heute durch Gemünd gefahren.
Habe gesehen, dass die Eisenbahnbrücke über der Urft abgebrochen worden ist, wegen Einsturzgefahr.
Für mich stellt sich immer mehr die Frage, ob die Oleftalbahn überhaupt noch instand gesetzt wird.
Ob der politische Wille zum Wiederaufbau durch die Kommunen Kall, Schleiden und Hellenthal gegeben wird ist noch offen.
Querbahner
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Querbahner »

Die Radiomeldung von Radio Euskirchen macht da nicht mehr viel Hoffnung:

https://www.radioeuskirchen.de/artikel/ ... 36865.html

Viele Grüße,

Andreas
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Holger Lersch
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Holger Lersch »

YouTube spült mir dieses Video auf die Startseite....

Abrissarbeiten auf der Oleftalbahn
https://www.youtube.com/watch?v=DQxtmUwuQos

:(
--
YouTube: USA, Eisenbahn und mehr unter
https://www.youtube.com/channel/UCZp4-W ... 0WHnJFFEYA
Blog: Pendleralltag im New Yorker Norden und Kölner Südwesten unter
http://www.fahrbier.de/
Eifel215
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Eifel215 »

Mittlerweile ist die Brücke abgerissen.
https://www.youtube.com/watch?v=RfcUQINjre4
Querbahner
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Querbahner »

Eifel215 hat geschrieben: Samstag 8. Januar 2022, 13:30 Mittlerweile ist die Brücke abgerissen.
https://www.youtube.com/watch?v=RfcUQINjre4
Eindrucksvoll im Video zu sehen, wie der Verkehr wieder rollt wie eh und je - auf der Straße, während die Bahnstrecke ihrem Schicksal überlassen bleibt.
Viele Grüße,

Andreas
jwiessner
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von jwiessner »

Auf Facebook ist zu lesen, dass seit heute ein Zweiwegebagger auf der Oleftalbahn unterwegs ist. Man entfernt aktuell Unrat im Gleis und will wohl auch Schottern.
www.eifelquerbahn.com - Eifelquerbahn e.V. - Gemeinsam für den Erhalt der Eifelquerbahn
Metzelyeti
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Metzelyeti »

Gibt es dazu nähere Infos? Link vom Video? Zur Zeit finden größere Vegetationsarbeiten an den Gewässerränder statt. An wenigen Stellen kommt man mit einem zweiwegebagger besser zurecht als konventionell...

Ich würde es mir wünschen wenn die strecke Instand gesetzt wird, aber durch die fehlende Brücke in Gemünd sehe ich zur Zeit schwarz für die OTB
Querbahner
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Querbahner »

Hallo zusammen,
von einer "Streckeninstandsetzung" würde ich (leider) nicht sprechen, aber ich kann bestätigen, dass zur Zeit Streckenarbeiten im mittleren Abschnitt Gemünd-Mauel - Gemünd Bahnhof - Olef durchgeführt werden. Es sind 2-Wege-Bagger im Einsatz, womit die Strecke in diesem Bereich aufgeräumt wird. Punktuell wurde/wird auch nachgeschottert.
Viele Grüße,

Andreas
Metzelyeti
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Metzelyeti »

Dazu habe ich einen frischen Zeitungsbericht gefunden:

https://www.ksta.de/region/euskirchen-e ... t-39436456

Gruß

Metzelyeti
Rolf
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Rolf »

15 Mio. Euro für eine stillgelegte Strecke sind natürlich eine Menge Holz. Andererseits hat die alte Bundesregierung eine gewaltige Summe für den Wiederaufbau in der Eifel zur Verfügung gestellt und den kompletten Wiederaufbau der Infrastruktur versprochen. Dass sich die Bahn jetzt erst mal auf andere, wichtigere Strecken konzentriert, ist absolut nachvollziehbar. Vielleicht kommt die Oleftalbahn ja später auch noch zum Zuge. Ich würde die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, zumal andere Projekte vorrangig abgearbeitet werden. Warten wir ab!
M&M
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von M&M »

Besten Dank für die interessanten Neuigkeiten!

Aber ich habe eine grundlegende Verständnisfrage: Wer ist Betreiber der Strecke?

Mein letzter Stand ist, dass die private RSE die Oleftalbahn für 50 Jahre pachten wollte oder gepachtet hat.

Wenn dem so ist, verstehe ich nicht, was "die Bahn" überhaupt jetzt mit dem Thema zu tun hat bzw. warum sie laut Zeitungsartikel sogar die Arbeiten übernimmt, welche der Verein vor Ort nicht leisten kann. Einfach "ein schöner Zug" der Bahn aus netter Nachbarschaftshilfe? Oder ist die Strecke an den Eigentümer zurückgegangen?

Die RSE schreibt nur: "Die Strecke ist durch ein Starkregenereignis in großen Teilen zerstört worden. Eine Instandsetzung ist aufgrund des Umfanges der Zerstörungen auf absehbare Zeit nicht möglich."
Quelle: https://rse-bonn.de/netz/meldungen/
Rolf hat geschrieben: Samstag 5. Februar 2022, 11:22 15 Mio. Euro für eine stillgelegte Strecke sind natürlich eine Menge Holz.
Der Begriff "stillgelegt" wird inzwischen leider immer wieder unscharf gebraucht.
Die Oleftalbahn ist - anders als die Eifelquerbahn - nicht "stilllgelegt".
Folglich verwundert mich, dass nicht einmal die Forderung irgendwo erhoben wird, dass die finanziellen Mittel von Land und/oder Bund zur Verfügung zu stellen sind, um die Strecke auf absehbare Zeit wieder im Status Quo instandzusetzen.
15 Millionen klingt viel, ist aber relativ zu anderen Projekten eher wenig.
Erst recht, wenn man hört, wie Landesmittel zum Wiederaufbau genutzt werden, um die Elektrifizierung der Eifelstrecke zu finanzieren, die es auch vor dem Hochwasser nicht gegeben hat...
Im Übrigen ist die Oleftalbahn - unabhängig von NKU`s und SPNV-Konzeptionen - immerhin ein anerkanntes, von der Hochwasser-Katastrophe betroffenes Denkmal im Kreis Euskirchen!
Doch man hört und liest so gar nichts in diese Richtung: Der örtliche Verein schreibt noch immer nur:
"Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir auch in diesem Jahr (2021) auf der Oleftalbahn unsere beliebten Saison- und Charterfahrten nicht anbieten können."
Quelle: www.oleftalbahn.de
Das ist die Meldung von vor der Flut-Katastrophe, kein Update seitdem.
Rolf hat geschrieben: Samstag 5. Februar 2022, 11:22 Dass sich die Bahn jetzt erst mal auf andere, wichtigere Strecken konzentriert, ist absolut nachvollziehbar. Vielleicht kommt die Oleftalbahn ja später auch noch zum Zuge. Ich würde die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, zumal andere Projekte vorrangig abgearbeitet werden.
Das wirkt mir aus o. g. Grund recht realitätsfern: "Die Bahn" geizt schon an "Peanuts", um die sich in ihrem Besitz befindliche Eifelquerbahn wenigstens dauerhaft befahrbar zu halten, während die Oleftalbahn doch in der Zuständigkeit des Pächters liegen dürfte (?).

Gruß M&M
Rolf
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Rolf »

M&M hat geschrieben: Sonntag 6. Februar 2022, 10:58 Besten Dank für die interessanten Neuigkeiten!

Aber ich habe eine grundlegende Verständnisfrage: Wer ist Betreiber der Strecke?

Mein letzter Stand ist, dass die private RSE die Oleftalbahn für 50 Jahre pachten wollte oder gepachtet hat.

Wenn dem so ist, verstehe ich nicht, was "die Bahn" überhaupt jetzt mit dem Thema zu tun hat bzw. warum sie laut Zeitungsartikel sogar die Arbeiten übernimmt, welche der Verein vor Ort nicht leisten kann. Einfach "ein schöner Zug" der Bahn aus netter Nachbarschaftshilfe? Oder ist die Strecke an den Eigentümer zurückgegangen?

Die RSE schreibt nur: "Die Strecke ist durch ein Starkregenereignis in großen Teilen zerstört worden. Eine Instandsetzung ist aufgrund des Umfanges der Zerstörungen auf absehbare Zeit nicht möglich."
Quelle: https://rse-bonn.de/netz/meldungen/
Rolf hat geschrieben: Samstag 5. Februar 2022, 11:22 15 Mio. Euro für eine stillgelegte Strecke sind natürlich eine Menge Holz.
Der Begriff "stillgelegt" wird inzwischen leider immer wieder unscharf gebraucht.
Die Oleftalbahn ist - anders als die Eifelquerbahn - nicht "stilllgelegt".
Folglich verwundert mich, dass nicht einmal die Forderung irgendwo erhoben wird, dass die finanziellen Mittel von Land und/oder Bund zur Verfügung zu stellen sind, um die Strecke auf absehbare Zeit wieder im Status Quo instandzusetzen.
15 Millionen klingt viel, ist aber relativ zu anderen Projekten eher wenig.
Erst recht, wenn man hört, wie Landesmittel zum Wiederaufbau genutzt werden, um die Elektrifizierung der Eifelstrecke zu finanzieren, die es auch vor dem Hochwasser nicht gegeben hat...
Im Übrigen ist die Oleftalbahn - unabhängig von NKU`s und SPNV-Konzeptionen - immerhin ein anerkanntes, von der Hochwasser-Katastrophe betroffenes Denkmal im Kreis Euskirchen!
Doch man hört und liest so gar nichts in diese Richtung: Der örtliche Verein schreibt noch immer nur:
"Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir auch in diesem Jahr (2021) auf der Oleftalbahn unsere beliebten Saison- und Charterfahrten nicht anbieten können."
Quelle: www.oleftalbahn.de
Das ist die Meldung von vor der Flut-Katastrophe, kein Update seitdem.
Rolf hat geschrieben: Samstag 5. Februar 2022, 11:22 Dass sich die Bahn jetzt erst mal auf andere, wichtigere Strecken konzentriert, ist absolut nachvollziehbar. Vielleicht kommt die Oleftalbahn ja später auch noch zum Zuge. Ich würde die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, zumal andere Projekte vorrangig abgearbeitet werden.
Das wirkt mir aus o. g. Grund recht realitätsfern: "Die Bahn" geizt schon an "Peanuts", um die sich in ihrem Besitz befindliche Eifelquerbahn wenigstens dauerhaft befahrbar zu halten, während die Oleftalbahn doch in der Zuständigkeit des Pächters liegen dürfte (?).

Gruß M&M
Ob die Strecke offiziell stillgelegt oder "nur" außer Betrieb war, ist nicht herauszufinden, da die RSE dazu nichts verlauten lässt, macht im Ergebnis aber auch keinen Unterschied und ist in meinen Augen nachrangig. Die Strecke war nicht mehr betriebssicher und deswegen konnte der Betrieb 2021 auch nicht mehr stattfinden, unabhängig von der erschwerenden Corona-Lage. Und der Vergleich zwischen der vom Hochwasser unbeschädigten Eifelquerbahn und den zerstörten Eifel-Strecken erscheint mir ebenfalls ziemlich realitätsfern. Der Bund hat lediglich den Wiederaufbau der zerstörten Strecken zugesagt und dafür einen prall gefüllten Sondertopf zur Verfügung gestellt. Daher ist es logisch, dass die DB die Elektrifizierung der Eifelhauptstrecke und andere Geschenke gerne annimmt, wenn sie diese Ausgaben nicht aus eigenen Mitteln bestreiten muss. Dass die BD Netz keinen Cent zu viel ausgibt, da sie ja Gewinne an den Konzern abführen muss, ist völlig unstrittig. Sie möchte daher natürlich auch keinen Cent aus eigenen Mitteln in die Eifelquerbahn stecken. Da die Oleftalbahn im Gegensatz dazu aber zu den vom Hochwasser zerstörten Strecken gehört, stehen die Politiker im Wort, diese wieder aufzubauen. Wer momentan für den Unterhalt der Strecke zuständig ist, lässt sich nicht herausfinden; hier hält sich die RSE wie immer sehr bedeckt. Da die Strecke aber nicht nur aufgeräumt, sondern sogar nachgeschottert wird, sehe ich das als Hoffnungsschimmer. Und wenn die DB die aktuellen Aufräumarbeiten durchführt, so könnte das der einzigartigen Sondersituation geschuldet, aber auch ein Zeichen dafür sein, dass die RSE die Strecke an die DB Netze zurückgegeben hat. Man weiß es nicht, die RSE hält sich auch dazu bedeckt. Das letzte Wort über die Strecke ist jedenfalls noch nicht gesprochen und es bleibt spannend.
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Holger Lersch
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von Holger Lersch »

Moin!

M&M erwähnt es kurz in seinem Kommentar - die Strecke steht ja unter Denkmalschutz. Das hatte ich ja ganz vergessen! Vielleicht wird das ja zugunsten der Strecke ausgelegt.
--
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Re: Hochwasserschäden

Beitrag von M&M »

Rolf hat geschrieben: Sonntag 6. Februar 2022, 20:09 Ob die Strecke offiziell stillgelegt oder "nur" außer Betrieb war, ist nicht herauszufinden
...ähm...Verfahren nach § 11 AEG? Genehmigung Aufsichtsbehörden?
So einfach kann man eine Strecke nicht stilllegen. Die Strecke war betrieblich gesperrt, nicht stilllgelegt. Da gibt es auch keine zwei Meinungen.
Gruß M&M
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