Ahrtalbahn nach dem Jahrhunderthochwasser 2021

Ahrtalbahn (Remagen - Ahrbrück [- Dümpelfeld - Adenau])
_Peter
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Re: Ahrtalbahn nach dem Jahrhunderthochwasser 2021

Beitrag von _Peter »

Folgende Idee ist mir heute eingefallen:

Anstatt eines Wiederaufbaus der Ahrtalbahn als Eisenbahnstrecke in separater Trasse wird auf die B 267/257 eine Straßenbahn gebaut. Damit käme man auch bis Adenau.

Zwei Gleise in fester Fahrbahn, 1435 mm, Elektrifizierung mit Kettenoberleitung 700 V Gleichstrom.

Haltestellen 350 mm Höhe über SOK, an den wichtigsten Stellen.

Verzicht auf BÜ und LST komplett.

Man bräuchte keine einzige Ahrbrücke bauen, spart sich die Trassenführung entlang der hochwassergefährdeten Bereiche. Die Straße müsste man dann noch etwas hochwasserfester bauen, bzw. punktuelle Schäden alle Jubeljahre in Kauf nehmen.

Mit 45 Meter langen Straßenbahnen (Bombardier Flexity Classic), mit Drehgestellen und Gelenken und theoretisch unbegrenztem Takt kann man so viele Wanderer transportieren wie erforderlich.

Eventuell kann man später die Strecke Remagen - Walporzheim auch mit 700 V = elektrifizieren und in eine BOStrab-Bahn umkonzessionieren.
bodo
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Re: Ahrtalbahn nach dem Jahrhunderthochwasser 2021

Beitrag von bodo »

_Peter hat geschrieben: Samstag 18. Dezember 2021, 20:25 https://ga.de/region/ahr-und-rhein/mass ... d-64681517

Dem Kreisstadt-Bürgermeister Guido Orthen ist der Kragen geplatzt:
Zu den obersten Prioritäten würde die Wiedererrichtung der zerstörten Brücken gehören, unterstrich Orthen. Allerdings gehe er „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass sich deren Optik und Konstruktion verändern werde. Um einen störungsfreien Durchfluss der Ahr zu gewährleisten, müsse sehr genau überlegt werden, ob es auch künftig wieder Brückenpfeiler im Fluss geben werde. „Wir wollen optimiert neu aufbauen und nicht einfach den alten Zustand wieder herbeiführen“, stellte der Bürgermeister klar. Umso unverständlicher sei, dass beispielsweise die Bundesbahn die Ahrtalbahn wieder über das bisherige Gleisbett rollen ließ. „Auch wenn ich froh bin, dass die Bahn so schnell wieder fahrbereit gemacht wurde“, ergänzte Orthen.
Ich kann Orthen beruhigen. Die Bundesbahn hatte da garantiert nicht ihre Finger im Spiel. Auch nicht die Nachfolgebehörde, denn die Bundesbahn ist tot, sie hat keine operativ tätige Nachfolgebehörde.

Ein amtierender Bürgermeister einer Kreisstadt muss gewiss im Jahr 2021 nicht wissen, wie sich der Eisenbahnverkehr in Deutschland rechtlich abspielt. Nein, das muss man wirklich nicht wissen als Bürgermeister.
Ich habe jetzt die Rhein-Zeitung in den Händen gehabt, in der von der selben Veranstaltung berichtet wurde. Daraus wird ersichtlich, dass sich Orthen mit seiner Kritik nicht auf die Situation am Bahnhof Heimersheim bezogen hat, sondern in Heppingen, wo der Wunsch war, den Bahndamm in das Hochwasserkonzept mit einzubeziehen. Er kritisiert dort ebenfalls, dass die DB einfach gemacht hat, ohne auch nur das Gespräch mit irgendeiner anderen Stelle (Stadt, Kreis) zu suchen. Diese Kritik wurde ebenso von CDU-Mann Christoph Kniel geäußert. Liest sich doch schon ganz anders als im Generalanzeiger. Und ich da es sich dann ja offensichtlich um ein Zitat handelt, das ihm nur von dem Redakteur so in den Mund gelegt wurde, würde ich auch mal davon ausgehen, dass die "Bundesbahn" nicht von ihm, sondern auch von dem Redakteuer stammte. Im Rhein-Zeitung-Artikel steht immer nur "die Bahn".
_Peter
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Re: Ahrtalbahn nach dem Jahrhunderthochwasser 2021

Beitrag von _Peter »

bodo hat geschrieben: Mittwoch 12. Januar 2022, 13:26 Ich habe jetzt die Rhein-Zeitung in den Händen gehabt, in der von der selben Veranstaltung berichtet wurde. Daraus wird ersichtlich, dass sich Orthen mit seiner Kritik nicht auf die Situation am Bahnhof Heimersheim bezogen hat, sondern in Heppingen, wo der Wunsch war, den Bahndamm in das Hochwasserkonzept mit einzubeziehen. Er kritisiert dort ebenfalls, dass die DB einfach gemacht hat, ohne auch nur das Gespräch mit irgendeiner anderen Stelle (Stadt, Kreis) zu suchen.
Ich muss die Die Bahn hier verteidigen.

Die Gleise dort waren "relativ" unbeschädigt. Die Instandsetzungsdauer von nur 4 Monaten hat dies eindrücklich gezeigt (Vergleich Odendorf: Dauert noch bis Mai, Vergleich restliche Ahrtalbahn: naja...).

Also: Gleise weg, Gerümpel weg, Planum und Schotter hin, Gleise hin, fertig.

Das "darf" die Die Bahn machen, weil es

a) ihr Grundstück ist (wichtige Voraussetzung, auf fremden Grundstücken bauen geht nicht so ohne Weiteres)
b) die Bahnanlage genehmigt war und vor dem Naturereignis betrieben wurde.

Was viel schwieriger gewesen wäre, wäre:

a) auf fremden Grund bauen
b) ganz anders als vorher bauen.

Was will also Orthibaby?

Was für ein "Bahndamm"? Was für Hochwasserschutz?

Soll das so laufen?

Bahn: "Hier fließt die Ahr, da könnte man Hochwasserschutz realisieren."
Kommune: "Gute Idee."
Bahn: "Also wir könnte da mal was planen."
Kommune: "Gute Idee."
Bahn: "Zahlt ihr das dann auch mit?"
Kommune: "Äh... lass mich überlegen: Ne!"
Bahn: "Och menno, alleine will ich das nicht zahlen."
Kommune: "Dann frag doch mal deinen Eigentümer, den Bund."
Bahn: "Hmmm, geht grad keiner ans Telefon."
Kommune: "Dann frag doch in 2 Jahren nochmal."
Bahn: "Na ok."

=== Schnitt: 2 Jahre später ===
Bahn: "Also wir wären klar. Können wir eure Grundstücke haben?"
Kommune: "Ne, die brauchen wir selber."
Bahn: "Dann ist unsere Lösung aber für die Tonne."
Kommune: "Plant doch um."

=== Schnitt: 2 Jahre später ===
Bahn: "So, ist diese Planung jetzt genehm?"
Kommune: "Ne, das sieht nicht so schön aus."
Bahn: "!!!!!"$"%$§"4t4ez34zghrumm2r4253"

Also, dann würde 2030 der erste Zug nach Bad Neuenahr fahren.

So fährt er jetzt schon!
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