Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Koblenz - Ochtendung [- Polch - Mayen Ost]
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Kowelenzer
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Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Kowelenzer » Freitag 16. Dezember 2011, 21:45

Hallo!

Als aktiver Leser des Forums, hat es mich verwundert, dass von dem im Oktober in der RheinZeitung erschienen Artikel sowie den dazugehörigen Leserbriefen zum Thema "Fährt die Bahn bald wieder nach Bassenheim" keinerlei Notiz genommen wurde.

Deshalb hier der in der RheinZeitung erschienene Artikel:

http://www.unser-ruebenach.de/2011/10/f ... senheim-2/

Als Reaktion erschien u.a. der nachfolgende Leserbrief der FahrraDfahrerPartei:

http://www.unser-ruebenach.de/2011/10/% ... %E2%80%9C/

Dieser Beitrag wiederum führt/e zu einer angeregten Diskussion auf der Seite eines potenziell "betroffenen" Stadtteils von Koblenz.

Allein schon der tägliche Verkehrskollaps im Berufsverkehr nach und von Koblenz sollte Anlass genug sein, zumindest über diese Option nachzudenken------ :?:

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Rick
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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Rick » Mittwoch 15. Februar 2012, 22:45

Hallo,

unter nachfolgendem Link gibt es einen aktuellen Bericht aus dem Wirtschaftsteil der heutigen Rhein-Zeitung:
http://www.m-s-w-gmbh.de/images/content ... enheim.pdf

Eifelpizzataxi
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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Eifelpizzataxi » Montag 12. November 2012, 19:53

Hallo,

gibt es hier eigentlich Neuigkeiten? Die Homepage von der Initative ist leider nicht auf dem neusten Stand und auch hier im Forum kommt nicht viel. Im Netz findet man sonst leider auch nicht viel.

Gruß

kleinschmidt
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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von kleinschmidt » Montag 12. November 2012, 21:37

Moin!

Ich denke, die Zeit der Eisenbahnen in der Eifel ist vorbei.
Reaktivierungen und Betrieb kosten Geld, das heute keiner hat.

Was bleiben wird, ist das "grosse Gleisdreieck" (Koblenz/Trier/Köln).
Der ganze Rest wird über kurz oder lang entwidmet und rückgebaut werden.
Im Zeitalter der Individualmobilität, wo bereits jeder 15-jährige über ein Mofa verfügt, ist kein Platz mehr für Eisenbahnnostalgie.
Die EQB ist reine Liebhaberei einiger weniger.
Die A1 frisst sich immer weiter durch die Eifel und führt die Notwendigkeit der Eisenbahn in diesem Bereich ad absurdum.

Fast jeder Eifelort ist heutzutage mit dem Bus erreichbar.
Für Busverkehr ist die Infrastruktur (Strasse) bereits vorhanden und muss nicht für teuer Geld extra gebaut und unterhalten werden.
Die meisten verbliebenen Eisenbahntrassen der Eifel sind in einem schlechten Zustand und müssten eigentlich von Grund auf erneuert werden,
wenn man sie sicher betreiben wollte.
Da beist die Maus keinen Faden ab.

Schade, das es so ist.
Aber das ist nun mal der Gang der Zeit.
Man muss der Realität in die Augen schauen.

Konzentriert Eure Kräfte und Aufmerksamkeit auf die Eifelbahn (Köln-Trier).
Das wird die einzige Strecke sein, die man langfristig mit vereinten Kräften aufrecht erhalten kann.
Vergeudet nicht Euer Potential an den Stichstrecken. Ihr verlängert nur das unausweichliche Sterben.

Von einem, der früher (1981) gerne mit dem Schienenbus von Gerolstein nach Daun gefahren ist.
lg Uwe
Zuletzt geändert von kleinschmidt am Montag 12. November 2012, 23:04, insgesamt 1-mal geändert.

Rolf
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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Rolf » Montag 12. November 2012, 22:16

Wäre die Bahn Mayen-Koblenz noch durchgängig erhalten, sähe es für eine Reaktivierung besser aus. Immerhin hat Mayen 18.000 Einwohner. Aber der amputierte Streckenrest ab Ochtendung hat in der Tat leider keine Zukunft mehr (ebenso wie das Reststück Gerolstein-Prüm). Das sehe ich auch so. Bei der Eifelquerbahn hege ich allerdings die Hoffnung, dass sie als Touristik-Bahn erhalten bleibt, bin mir aber auch nicht sicher, ob dies gelingt. Den Ausbau der Eifelhauptstrecke (Beschleunigung, Komfortsteigerung, Fahrplanverbesserungen) sehe ich auch als vorrangig an.

Hinzu kommt noch was anderes. Die von Eisenbahnfreunden gerne ins Feld geführte Prognose, dass das Erdöl bald ausgeht und die Bahnen in der Fläche wieder für den ÖPNV gebraucht werden, scheint erst mal obsolet. Neue Prognosen gehen sogar von sinkendem Ölpreis aus, und Dank neuer Fördertechniken lässt sich die Ölförderung nochmal gewaltig strecken. Die USA, einstmals Ölkonsument Nr. 1, sollen sogar wieder autark werden und ab 2035 sogar wieder Öl exportieren. Unfassbar eigentlich, aber genau das habe ich erst heute gelesen (s. u.).

Kurzum: Das Erdöl wird noch viel länger fließen als erwartet. Damit wird das ölgetriebene KFZ auf längere Sich weiter die Nummer 1 sein. Und wenn das Erdöl wirklich mal zu Neige geht, und zwar sehr viel später als zunächst erwartet, wird es längst alternative Fortbewegungstechniken (Elektroauto) geben, so dass die Bahn in der Fläche dann auch nicht mehr gebraucht wird. Die alten Strecken sind bis dahin eh' längst verrottet. Ich halte es daher auch für richtig, sich auf diejenigen Strecken zu konzentrieren, die eine Zukunft haben. Dazu zählen auch Touristikbahnen, wie die einzigartige Brohltalbahn oder die Eifelquerbahn.

Hier der Link zum o. g. SPIEGEL-Artikel:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 66723.html

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Zavelberg
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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Zavelberg » Montag 12. November 2012, 23:17

Hallo in die Runde,

in besagtem Gleisdreieck liegt aber auch noch eine
Strecke, die zeigt, was durch dichten Takt möglich
ist. Wurde auch schon zurückgebaut, sollte stillgelegt
werden, und meistens finde ich keinen Sitzplatz....
Trotz Viertelstundentakt im Berufsverkehr.

Es geht hier natürlich um die RB 23 Voreifelbahn.
Man muß nur wollen. Einem Bericht im General Anzeiger
nach, hat z. B. Bonn zu viele Parkplätze an der B9...

Jedes Unternehmen, das sich da ansiedelt, muß Parkraum
schaffen. Das ist natürlich Murks, da der Pendler im Stau
seinem Tiefgaragenplatz entgegenfiebert, während die
Stadtbahn an ihm vorbeirauscht (eine?).

Nun mal zu den Bussen. Nicht jedes Kaff hat einen Bahnhof.
In Oberdrees hält sich das Gerücht, daß die Bauern damals
erwirkt haben, das die Gleise weit genug vom Dorf weg verlegt
werden, damit das Personal nicht so einfach in die Stadt kommt.

Es mag aber auch an den Kiesgruben südliche von Oberdrees
gelegen haben, allerdings weiß ich nix über deren Entstehungszeit.
Jedenfalls hätte man das Gleis auch ohne Bogen direkt am Ort
vorbeiführen können. Jetzt heist es bei Nachfragen nach Haltepunkt:
"Zu weit weg vom Ort"

Wenn in dem Bus der Linie 805 im Berufsverkehr (Nachmittags ohne Schüler)
fünf Leute drinsitzen ist das schon blöd, vor allem, wenn dann noch ein
Gelenkbus fährt. Warum nimmt man nicht kleinere Busse (14er) und
fährt dafür öfter? Alle halbe Stunde wäre ja schon nicht schlecht.
Es tut der Bahn keinen Abstricht, aber ich habe alle viertel Stunde die
Möglichkeit Rheinbach zu erreichen, alllerdings nur einmal die Stunde
die Möglichkeit, den Heimatort zu erreichen. Shoppen is nicht, da ich
den Kram ja schleppen müsste.

Bahn und Bus können sich ergänzen, sollten aber nicht konkurieren,
wie in der Eifel leider festzustellen. Warum fährt z. B. ein Bus parrallel
zum Zug nach Münstereifel allle Haltestellen des Zuges an? Der Bus
ist für mich optimal ein Zubringerverkehr zum nächsten
Bahnhof und nicht für Fernverkehr.

Gruß aus der Voreifel

Ralf

Rolf
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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Rolf » Dienstag 13. November 2012, 05:53

Die Voreifelbahn ist natürlich ein gelungenes Beispiel für eine Reaktivierung. Die gehört auch unbedingt zu den Strecken mit Zukunft. Eine Durchbindung über die Bördebahn bis Düren oder gar Aachen fände ich besonders klasse (bleibt aber wohl ein Traum). Aber in der Boomregion Bonn bzw. im Einzugsbereich der Voreifelbahn leben auch sehr viel mehr Menschen als im Einzugsbereich des Streckenrestes Koblenz-Ochtendung. Für diese Region (Großraum Bonn) sind die Prognosen in Sachen Bevölkerungsentwicklung sehr positiv, für die Südosteifel sieht es dagegen genau umgekehrt aus. Das muss man auch bedenken:

http://wegweiser-kommune.de/datenprogno ... ose.action

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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Eifelpizzataxi » Dienstag 13. November 2012, 20:33

Hallo,

gäbe es in der Eifel (in meinem Fall der Bereich Eifelquerbahn und Orte drumrum) die Möglichkeit mit dem Bus in die Stadt zu kommen und der ÖPNV sich nicht nur auf 3 Busverbindungen am Tag für Schüler beschränken würde, könnte man sicher auf viele Strecken verzichten. Nur leider ist dieses nicht der Fall. Mit dem ÖPNV Abends oder gar am Wochenende fahren?????........... leider nicht möglich.

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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Pellkartoffel » Samstag 6. Februar 2016, 11:51

Hallo,
ich hänge das einfach mal hier an. Ich bin gerade auf einen Artikel in der RheinZeitung gestoßen. Ich konnte zwar nur den Einleitungstext sehen, aber schon aus diesem geht hervor, dass es für Koblenz weiter eine Option bleibt, die Strecke nach Bassenheim zu reaktivieren! Der Überschrift nach soll die Strecke kein Radweg werden. Außerdem soll der Stadtrat abgesegnet haben, dass die Strecke gekauft wird! Das sind doch gute Neuigkeiten!
Hier der Link http://www.rhein-zeitung.de/region/loka ... 36684.html
Ich bin gespannt, ob da noch irgendwas passiert! :mrgreen:
LG Pellkartoffel

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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von streckenläufer » Samstag 6. Februar 2016, 13:55

Hm, ob nach dem Kauf der Strecke durch die Stadt wirklich etwas passiert bleibt abzuwarten. Das erinnert mich frappierend an den Kauf der Westeifelbahn(rest-)strecke nach Prüm, wo bis heute noch kein Zug fährt... :( Oder liegen da die Fakten etwas anders?

Gruß
streckenläufer

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Re: Reaktivierung Koblenz - Bassenheim

Beitrag von Pellkartoffel » Samstag 6. Februar 2016, 16:08

streckenläufer hat geschrieben:Hm, ob nach dem Kauf der Strecke durch die Stadt wirklich etwas passiert bleibt abzuwarten. Das erinnert mich frappierend an den Kauf der Westeifelbahn(rest-)strecke nach Prüm, wo bis heute noch kein Zug fährt... :( Oder liegen da die Fakten etwas anders?
Ich denke schon, dass die Vorzeichen etwas anders stehen. In Prüm wollte man die Strecke ja eigentlich immer von Bahnbetriebszwecken freistellen, war immer gegen eine Reaktivierung. Hier wurde aber die Reaktivierung als Option von der Stadt Koblenz offengelassen und es wurde einstimmig über den Kauf abgestimmt. Hört sich an als wäre Koblenz mehr "Pro-Reaktivierung" gesinnt als Prüm. Mehr kann ich aber auch nicht sagen.
LG Pellkartoffel

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