Unwetterschäden

Erfttalbahn (Euskirchen - Bad Münstereifel)
Rolf
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Re: Unwetterschäden

Beitrag von Rolf »

Vielen Dank für die Berichterstattung, Wilfried. Es ist sehr spannend, auf diese Weise den Fortgang der Arbeiten verfolgen zu können. Gerne weiter so.
Hans A. Pils
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Re: Unwetterschäden

Beitrag von Hans A. Pils »

...zwischen Zuckerfabrik und Stotzheim stehen mittlerweile die (meisten) Masten...

LG Hans
Dreiklanghorn
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Wiederaufbau

Beitrag von Dreiklanghorn »

Bis zur Friedrichstraße in Stotzheim könnten schon alle Betonmasten stehen.
Aktuell wird an den Fundamenten für die Gitter-/Abspannmasten gearbeitet…

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…und in Iversheim die Lage gecheckt:
Ist hier die Welt noch im Lot?

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Grüße

Wilfried
Zuletzt geändert von Dreiklanghorn am Mittwoch 17. Januar 2024, 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
Dreiklanghorn
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Press, Ramme

Beitrag von Dreiklanghorn »

.
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…und erst mal wieder Pause…

Grüße (mit Dank für die ebenso nette wie kurze Unterhaltung :wink: )

Wilfried
jwiessner
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Wiederinbetriebnahme für Sommer 2024 geplant

Beitrag von jwiessner »

Pressemeldung der Deutsche Bahn AG vom 31. Januar 2024:

https://www.deutschebahn.com/de/presse/ ... -12664288#

Erfttalbahn: Wiederinbetriebnahme für Sommer 2024 geplant

Wiederaufbau kurz vor Fertigstellung • Witterungsbedingungen und Materialbeschaffung große Herausforderungen • Elektrifizierungsarbeiten laufen auf Hochtouren

Der Wiederaufbau der Erfttalbahn nach der Flutkatastrophe 2021 dauert an. Durch die extrem lang anhaltenden und intensiven Regenfälle seit Herbst 2023 ist der Boden unter den Gleisen so aufgeweicht, dass zusätzliche Stabilisierungsverfahren für den Untergrund notwendig waren. Die DB hat deshalb u.a. zusätzliche Bindemittel eingebracht, um den Boden zu härten. Das hat für eine Anpassung des Bauablaufs gesorgt. Arbeiten, die zwingend bei Plustemperaturen erledigt werden mussten, haben sich deshalb in den Winter geschoben. Leider hat der Wintereinbruch der letzten Wochen mit Frost und Schnee den Bauteams einen Strich durch die Rechnung gemacht – die Bauarbeiten mussten wieder neu eingetaktet werden. Hinzu kamen Lieferengpässe bei der Materialbeschaffung. Deshalb plant die DB die Wiederaufnahme des Zugverkehrs nun im Sommer.

Das Hochwasser der Erft hatte die 14 Kilometer lange Strecke der Erfttalbahn zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel während der Jahrhundertflut 2021 besonders stark getroffen. Die Bauteams mussten zwei Brücken und zwei Durchlässe für Bachläufe unter den Gleisen komplett neu aufbauen und eine weitere Brücke aufwändig wieder instandsetzen. Außerdem mussten auf einer Länge von zehn Kilometern die Strecke saniert und 16 Bahnübergänge repariert werden.

„Leider hat uns einmal mehr das Wetter ausgebremst. Wir wollten mit dem Wiederaufbau der Erfttalbahn zum Jahresende fertig sein und dann direkt mit der Elektrifizierung durchstarten. Jetzt bitten wir noch um ein wenig Geduld, bis die Fahrgäste auch auf der Erfttalbahn wieder mit Zügen unterwegs sein können“, so Jens Schäfer, Leiter Technik Portfolio Köln bei DB InfraGO, Infrastrukturprojekte West.

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des SPNV-Aufgabenträgers go.Rheinland, ergänzt: „Wir bedauern es sehr, dass unsere Fahrgäste weiterhin mit der Sperrung des Streckenabschnitts leben müssen. Uns ist bewusst, wie wichtig die Verbindung gerade für die vielen Schüler*innen ist. Daher drängen wir darauf, dass die Wiederinbetriebnahme spätestens zu Beginn des neuen Schuljahres erfolgen kann.“

Die Bauarbeiten im Detail:

Die Expert:innen haben mit dem Wiederaufbau der völlig zerstörten Erfttalbahn im August 2022 begonnen. Ein großer Teil ist bereits fertiggestellt. Die Eisenbahnbrücken Kirspenich und Möschemer Mühle wurden erneuert und die Brücke in Iversheim instandgesetzt. Rund 10 km Gleis wurden abgeräumt, sondiert und 7 km Gleis sind bereits wieder fertig. Hierbei wurden beispielsweise schon 14.000 Schwellen verlegt und 43.000 Tonnen Schotter bewegt.

Außerdem wurde ein Durchlass in Kirspenich erneuert und bei den Haltepunkten Bad Münstereifel Arloff und Bad Münstereifel-Iversheim die Bahnsteige neu gebaut und die Beleuchtung erneuert.

Parallel zum Wiederaufbau laufen die Arbeiten für die Elektrifizierung der Erfttalbahn auf Hochtouren. Nach den Kampfmittelsondierungen wurden die Rammarbeiten durchgeführt und die ersten 124 Oberleitungsmaste aufgestellt. Die Fertigstellung der Elektrifizierung der drei Eifelstrecken ist für Ende 2026 geplant.
Rolf
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Re: Wiederinbetriebnahme für Sommer 2024 geplant

Beitrag von Rolf »

jwiessner hat geschrieben: Mittwoch 31. Januar 2024, 15:19 ...die ersten 124 Oberleitungsmaste aufgestellt. Die Fertigstellung der Elektrifizierung der drei Eifelstrecken ist für Ende 2026 geplant.
Bei einem Regelabstand für Nebenstrecken von 80 Metern zwischen den Masten wären das knapp 10 km Strecke, für die die Masten bereits aufgestellt sind. Das wären etwa 2/3 des Bedarfs für die ganze Strecke.
Dreiklanghorn
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Re: Wiederinbetriebnahme für Sommer 2024 geplant

Beitrag von Dreiklanghorn »

Rolf hat geschrieben: Mittwoch 31. Januar 2024, 18:59
jwiessner hat geschrieben: Mittwoch 31. Januar 2024, 15:19 ...die ersten 124 Oberleitungsmaste aufgestellt.
Bei einem Regelabstand für Nebenstrecken von 80 Metern zwischen den Masten wären das knapp 10 km Strecke, für die die Masten bereits aufgestellt sind.
Past doch.
Der aktuell letzte stehende Mast Richtung Münstereifel kurz vor den römischen Kalköfen:

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Grüße

Wilfried
Dreiklanghorn
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Kleines Update vom Tal der Erft

Beitrag von Dreiklanghorn »

Hallo zusammen,

womit starten?
Vielleicht mit einer aktuellen Ansicht des ersten Streckenstücks hinter der Zuckerfabrik im Vergleich zum Januar weiter oben:

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Was hier wohl noch auffällt, ist die akkuratere Gleislage.
Die Stopfmaschine hat den Teil bis zum verbliebenen Streckenstück zwischen Roitzheim und Stotzheim diese Woche durchgearbeitet:

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Ganz so weit ist das letzte Streckenstück noch nicht gediehen, der Gleisbau gestaltete sich längere Zeit etwas zäh zwischen Iversheim und der ehem. Bohrmaschinenfabrik Hettner.
Der geschwungene Verlauf um die Fa. Greven erwartet noch das Auffüllen mit Schotter...

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...während das Gleis nun allmählich in der Kurstadt ankommt.
Der aktuelle Stand vom Bü Bendenweg aus zurück blickend nach Iversheim:

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In der entgegengesetzten Richtung wird offenbar, dass die Mastsetzer die Fahrwegbauer unterhalb des Uhlenbergs überholt haben:

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Die Ansicht in die hohle Gasse vom anderen Ende am Bü Otterbach:

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...wird fortgesetzt...

Grüße

Wilfried
reinout
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Re: Unwetterschäden

Beitrag von reinout »

Toll. Sieht aus wie saubere Arbeit!

Reinout
Meine Eifelquerbahn in 1:87: EifelBurgenBahn (im Mittelrheinforum)
Rolf
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Re: Unwetterschäden

Beitrag von Rolf »

Vielen Dank für die aktuellen Informationen und Fotos. Ich bin gespannt, ob es die Bahn tatsächlich schafft, die Strecke pünktlich wieder in Betrieb zu nehmen.
Dreiklanghorn
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Pünktliche Inbetriebnahme

Beitrag von Dreiklanghorn »

Rolf hat geschrieben: Freitag 10. Mai 2024, 08:29 ...die Strecke pünktlich wieder in Betrieb zu nehmen.
:wink:

Der Zeitrahmen "im Sommer" ist dafür wohl weit genug gefasst - bis Mitte September sollte was gehen.
Bis dahin ist aber noch genug zu tun.

Bilder des Endbahnhofs von dieser Woche:
Der Unterbau ist vorbereitet, der Bahnsteig geht seiner Fertigstellung entgegen und hinten stehen die beiden Dächer des Bahn-Bus-Umsteiges

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Letztere aus anderer Perspektive:

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Die Umgestaltung des Vorplatzes wurde auch begonnen:

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War der Busbahnhof schon vor der Flut auf die andere Bahnhofsseite im Bereich der früheren Gütergleise und Ladestraße provisorisch umgelegt, folgt nun die Aufwertung des Vorplatzes wie im "Masterplan Stadteingang Nord" von 2020 aufgezeigt.

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Darin heißt es noch...

"Mit dem Fluss Erft verfügt das Untersuchungsgebiet über eine potenziell hoch attraktive „blaue Struktur“.
(...) fließt sie im nördlichen Stadteingangsbereich (...) „hinter“ der (...) Bebauung der Kölner Straße und kann so nicht ihr volles Potenzial als attraktives naturräumliches Element entfalten. Im Zuge der Konzeption zur Aufwertung des Werther Quartiers gilt es daher, die Zugänglichkeit der Erft zu erhöhen."


...aber das dürfte mittlerweile etwas anders gesehen werden.

Grüße

Wilfried
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