Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Eifelbahn Köln-Trier
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Vorbahnhof
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Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Vorbahnhof »

Es kommt anscheinend Bewegung in die Sache.
Siehe hier:

https://www.umwelt.nrw.de/laenderueberg ... aut-werden

Schöner wäre die Formulierung: WIRD AUSGEBAUT.
Rolf
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Rolf »

Trotz aller Verzögerungen sind das doch tolle Perspektiven für die Eifel. Eine Fahrtzeit von 2:20 zwischen Köln und Trier und die Durchbindung nach Luxemburg und Saarbrücken sind doch Aufwertungen, die die Region deutlich attraktiver machen. Gut so! Fehlt nur noch die Anbindung der Eifelquerbahn in Gerolstein.
Eifelplaner
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Eifelplaner »

Heute ist ein guter Tag für die Eifelstrecke. Vielleicht liegt es auch daran, das der Wahlkreis unseres Bundesverkehrsministers an der Eifelstrecke liegt?
Was ist heute passiert? Heute haben die beiden beteiligten Landesregierungen zeitgleich fast gleichlautende Presseerklärungen zum zweigleisigen Ausbau der Eifelstrecke herausgegeben. "Memorandum of Understandig" also Vereinbarung

NRW: https://www.land.nrw/pressemitteilung/l ... aut-werden

RLP: https://mkuem.rlp.de/service/pressemitt ... aut-werden

Wir erinnern uns noch: Das BMV hatte im Herbst einen 10km langen Zwischenausbau (light) südlich Densborn wegen fehlender Voraussetzungen auf Rheinland-Pfälzischer Seite abgelehnt, diesen aber bei Kall-Nettersheim zur Bezuschussung genehmigt. Dieser (kleine Ausbau) hätte maximal für eine Zwischenlösung (RE12 alle 2h) gereicht. Aus diesem Grund schlug der BMV vor, das RLP mit NRW nach einer gemeinsamen Lösung suchen soll. Lt. Pressetext muss bei der stündlichen Anbindung an den RE 12 der Ausbau für das geplante Zielnetz kommen. Also nicht 20km zusätzliches zweites Gleis, sondern mehr als 50km (ohne Tunnel).

Zweite Frage: Warum Absichtserklärung? Weil dieses Projekt eine wesentliche Änderung der Bahnstrecke darstellt und derzeit noch die ganze Hühnerleiter des Genehmigungsprozedere durchlaufen muss? Erst danach kann das Projekt realisiert werden!
Die erforderlichen Schritte sind:

a) Machbarkeitsstudie mit Nutzenkosten Ermittlung (eventuell sogar 2mal nach der Grundlagenermittlung)
b) Umweltverträglichkeitsprüfung mit anschließendem Planfeststellungsverfahren (hoffentlich ohne Klageverfahren)
c) Bereitstellung von Finanzmitteln zur Absicherung in den Landes- und Bundeshaushalten
d) Bei Vorlage vom Baurecht Ausschreibung nach Losen anschließend erst Bauen

Diese ganzen Schritte müssen beim gesamten Projekt durchlaufen werden. Weiterhin wurde das endgültige Zielkonzept von ursprünglich 2038 auf 2035 runtergesetzt. Wenn man jetzt anfängt, kann man, wenn keine Klagen dazwischen kommen und die Firnanzierung abgesichert ist, 2035 gerade über die Ziellinie kommen!

Luxemburg wird uns dankbar sein!
Zuletzt geändert von Eifelplaner am Mittwoch 11. März 2026, 21:01, insgesamt 1-mal geändert.
M&M
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von M&M »

Eifelplaner hat geschrieben: Mittwoch 11. März 2026, 18:42 Heute ist ein guter Tag für die Eifelstrecke.
Heute ist zunächst mal kurz vor der Landtagswahl.
Dann geht es um eine Fahrtzeit von 2:20 Stunde für Köln - Trier. Zum Vergleich: In den 90er Jahren brauchte die Diesellok mit 5 Wagen und Beschleunigungswerten nahe der Schnecke auch nur um die 2:40 Stunde.
Vor 5 Jahren (!!!) spekulierte man noch über deutlich kürzere Fahrtzeiten hier:
viewtopic.php?t=6190
Bekanntlich verzögert sich zudem bereits die Elektrifizierung, sodass nach 5 Jahren (!!!) immer noch kein durchgehender Zugbetrieb auf der Gesamtstrecke dauerhaft wieder absehbar ist. Das wird noch Jahre dauern.
Sollte man nun den Ausbau von 50 Kilometer Zweigleisigkeit auf den Weg bringen wollen: Wann würde damit realistisch begonnen und welche Auswirkungen hätte das auf den Zugbetrieb?
Es wäre endlich an der Zeit mal aufzuhören in "Zukunftsvisionen" zu leben, sondern sich mit der Realität zu beschäftigen.
Diese besteht derzeit aus Fahrtzeiten von fast 3 Stunden zwischen Gerolstein und Köln - und wenn es zu Verzögerungen im Betriebsablauf kommt, wie heute Mittag, endet der Zug auch schon mal vorzeitig in Gerolstein, während der SEV ab Jünkerath abfährt... Dann reden wir von fast 4 Stunden für eine Fahrt von Gerolstein nach Köln, kein Witz! Erzählt das mal wem, der mit dem Auto zwischen Eifel und Köln pendelt - die erklären dich für bekloppt, wenn du da noch in den Zug einsteigst, und freuen sich auf den A1-Weiterbau
Aber das sind alles wohl tägliche Sorgen der Pendler, welche die "große Politik" erstaunlich wenig zu interessieren scheint.
Lieber nach Wiederaufbau und Elektrifizierung gleich mal das nächste Großbauprojekt anstoßen...
Und, nein, ich bin sicher kein Gegner der Zweigleisigkeit, welche weitaus mehr Nutzen hätte als die derzeitige Elektrifizierung. Aber wenn man das ernsthaft will, kommt der Gedanke 5 Jahre nach der Flut "ein wenig spät"...
Gruß M&M
bodo
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von bodo »

Besser spät, als nie! So oder so werden solche Ausbauarbeiten zu Einschränkungen führen, und einen "richtigen" oder "passenden" Zeitraum hätte es nach der Flut vielleicht gegeben, wird es aber auf absehbare Zeit wohl nicht mehr geben. Eine sinnvolle Sache deswegen ganz sein zu lassen wäre der falsche Ansatz. Und irgendwann in 15-20 Jahren, wenn die Eifelbahn wieder Akzeptanz bei den Pendlern gewonnen hat, damit anzufangen und diese dadurch wieder auf das Auto zu bringen, wäre doch fatal.
M&M
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von M&M »

bodo hat geschrieben: Donnerstag 12. März 2026, 06:37 Besser spät, als nie! (...) Eine sinnvolle Sache deswegen ganz sein zu lassen wäre der falsche Ansatz.
Das war ja schon vor bald 5 Jahren (!!!) das Argument für die Elektrifizierung, die dazu führt, dass wir fünf Jahre nach der Flut immer noch keine wieder durchgehend befahrbare und voll funktionsfähige Bahn in der Eifel haben - und sich daraus auch auf absehbare Zeit ohnehin mal nichts ändern wird.

Das ist alles schön und gut, aber wer die nächste Großbaustelle plant, sollte erst mal vier Wochen täglich mit dem SEV fahren, um die Gegenwart nicht ganz zu vergessen.

Und wir reden hier ja nicht von einem ICE durch die Eifel: 2:20 Stunde ist immer noch 20 Minuten langsamer als die Autofahrt heute (vor Ausbau der A1). Der "schnelle Zug" aus Trier soll sich dann ja ab Kall ein Gleis mit der S-Bahn teilen...

Gruß M&M
Eifelpizzataxi
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Eifelpizzataxi »

Generell eine gute Nachricht.
Sowas kommt aber leider immer vor den Wahlen. Danach passiert meistens kaum bis nichts.....

Die EQB z.B. sollte auch schon seit 20 für den SPNV ertüchtigt werden.

Schade ist auch, das trotzdem (obwohl der zweigleisige Ausbau schon länger diskutiert und geplant wird) Oberleitungsmasten jetzt dahin gestellt werden, wo später das zweite Gleis liegen soll. Hier wird einfach Unmengen an Geld und Kapazitäten verpulvert. Auch z.B. der Personenübergang in Gerolstein.
Eifelplaner
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Eifelplaner »

Diese Fragen sind aus der Sicht des rechtlichen Laien berechtigt! Warum genau diese Reihenfolge der Baumaßnahmen? Ich versuche sie hier mal kurz zu beantworten!

1. Warum kommt die Elektrifizierung direkt auf den Wiederaufbau?
Das AEG erlaubt für eine Elektrifizierung auf das große Genehmigungsprozedere nach Naturkatastrophen in gewisser Weise zu verzichten. Zusätzlich gab es hierzu Finanzierungserleichterungen. Diese Erleichterungen sind lt. Gesetz aber daran gebunden, dass diese Maßnahmen in einem Zug durchgeführt werden!

2. Der Wiederaufbau des zweiten Gleise ist und darf aus rechtlicher Sicht nicht in die Wiederherstellung der Trasse mit eingebunden werden, da dieses Gleis zum Zeitpunkt der Flut auch nicht vorhanden war. Es ist also eine "wesentliche Änderung" die einer erneuten Planfestellung mit dem damit verbundenen Zeit- und Finanzierungsaufwand bedarf!

3. Wird der Wiederaufbau eines zweites Gleises neu genehmigt, gelten die Regeln an den Stand der Technik zum Zeitpunkt der Genehmigung! Das gilt z.B. für den Schallschutz, für den Gleisabstand etc.
Zum Zeitpunkt des Baus der Eifelstrecke lag der Gleisabstand bei 2gleisigen Bahnstrecken bei 3,50m, wird heute ein zweites Gleis wieder neu angebaut ist ein Abstand von 4m einzuhalten. Hierfür kann es sein, dass man zum Auftstellen von regelkonformen Masten noch zusätzlichen Landerwerb tätigen muss! Aus diesem Grund darf man heute auch kein neues zweites Gleis mehr in die Tunnelprofile der ehemals zweigleisigen Tunnel rein legen. Kommt noch hinzu das alle Tunnel über 500m Länge als lange Tunnel gelten (z.B. Wilsecker Tunnel) und der Brandschutz
hier eine zweite Röhre verlangt. Die restlichen Tunnel müssen entweder bei geringer Überdeckung aufgeschlitzt oder das Tunnelprofil erweitert werden. Siehe Kuckucksley Tunnel! Also technisch und finanziell sehr aufwendig!

4. Personenüberführung Gerolstein
zum Zeitpunkt der Genehmigung dieser Überführung hatte man noch nicht die Elektrifizierung im Blick und die Bahn als Aktiengesellschaft wollte nicht auf Vorrat bauen!

Auch Politik und Planung sind an Recht und Gesetz gebunden! Auch wenn manche Entscheidung nicht sofort für den Laien erkennbar ist! :eek: :shock:
Eifelplaner
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Re: Absichtserklärung zum zweigleisigen Ausbau -Erklärungstext-

Beitrag von Eifelplaner »

In nachstehender verlinkter gemeinsamen Presseerklärung des SpnV Nord und des Ministeriums für Umwelt Naturschutz und Verkehr (NRW) zur Eifelstrecke, ist der gesamte Originaltext zur Absichtsichtserklärung von drei Landesministerrien und dem Mobilitätsministerium des Großherzogtums Luxemburg zum weiteren Ausbau der Eifelstrecke samt ministeriellen Unterschriften nachzulesen. Das zukünftige geplante überregionale Betriebsprogramm ist Kern der Erklärung.

https://www.umwelt.nrw.de/laenderueberg ... aut-werden

Achtung!
Unter der Presseerklärung (weitere Informationen) befindet sich der Link zum Originalerklärungstext im Pdf-Format!
Zuletzt geändert von Eifelplaner am Donnerstag 16. Juli 2026, 08:17, insgesamt 1-mal geändert.
Rolf
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Rolf »

Klingt ja ganz gut. Eine Fahrzeit von 2:15 von Köln nach Trier wäre ein Schritt nach vorne. Aber lokaler und regionaler Güterverkehr? Wo soll der herkommen?
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Holger Lersch
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Re: Absichtserklärung zum Zweigleisigen Ausbau

Beitrag von Holger Lersch »

Moin, das klingt vernünftig - lokale Güter - Basalt, Holz, Sprudel und Bier. :)
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