Nordtour 1 - Wo ist Isernhagen?

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locotracteur
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Nordtour 1 - Wo ist Isernhagen?

Beitrag von locotracteur » Samstag 18. Januar 2020, 10:18

Beim Konzert der Dire Strats im Oktober im Café Hahn in Koblenz ergab sich nach dem Konzert eine Unterhaltung mit der Band. Der Frontmann und Gitarrist Peter Spencer (hauptberuflich Feuerwehrmann, aber eine echte Rampensau) meinte in Bezug auf die im Hahn immer tolle Stimmung, Isernhagen würde das noch toppen. Wieder zuhause, ließ das der besten Eisenbahnergattin von Allen keine Ruhe. Konzerttermin schon am 10.01.2020, aber Postleitzahl irgendwo bei Hannover....Ein Glas Wein später stand der Plan: Karten für beide Auftritte an diesem Wochenende, danach ab Richtung Norden, den Erstgeborenen des Zweitgeborenen noch einmal besuchen.

Am 10. Januar machte man sich nach dem Berufsverkehr auf den Weg. Wir wollten noch Freunde aus Minden in Hannover treffen, die dort zufällig einen Termin hatten. Da ich keinerlie Lust mehr verspüre, mit dem Auto in Großstädten einen Parkplatz zu suchen, fuhr ich nach Lehrte, um von dort mit der Bahn nach Hannover zu fahren.

Der Fotoreigen des verlängerten Wochenendes wurde mit der am Bahnhof stehenden 52 3464 eröffnet, die an die dortige Bahngeschichte und heute immer noch wichtigen Kontenpunkt Lehrte erinnern soll:

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Im Bf selber fielen mir bis zum eintreffen des RE70 nach Hannover noch ein ICE und193 895 und und zum Opfer:

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Bis zum Eintreffen der Freunde in Hannover blieb mir noch Zeit, einige Eindrücke des Bahnbetriebes einzufangen. Die Augenweide war natürlich 218 812, die sich in tadellosem Zustand präsentierte:

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Ansonsten ergab sich eine für Aachener Verhältnisse ungewohnte Vielfalt:

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Zurück in Lehrte fuhr mir noch der Gegenzug ins Bild:

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Die Unterkunft lag rund 13 km von der Bluesgarage in Isernhagen entfernt und war in der Dunkelheit nur mit Navi zu finden. Das Konzert war wie versprochen der Wahnsinn und die Bluesgarage entpuppte sich als eine liebevoll gestaltete Spielstätte im Westernstil. Bei der Parkplatzsuche fiel mir in der Dunkelheit ein Gleis neben der Straße auf....

Am nächsten Tag war das Wetter recht freundlich, ein Ausflug bot sich natürlich an. Ich schlug Braunschweig vor, da ich dort 012 063 besuchen wollte. Zuvor wählte ich nach dem Zufallsprinzip den auf dem Weg liegenden Bahnhof Hämelerwald für einen Fotohalt aus. Volltreffer! Leben, gute Sicht bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Sonne und spontan einen guten Fotostandort! Zur Begrüßung kam ein Erzug mit einem 189er-Doppel vorbei:

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Warum Güterzüge über ein Nebengleis geleitet werden, wissen ortskundige Eisenbahnfreunde wahrscheinlich genau:

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Die unvermeidliche Westfalenbahn begegnete der 145 030 der Press, die noch etwas Besseres im Schlepp hatte. Aber die musste erst einmal einen Dosto-IC durchlassen,

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bevor sie mir 140 041 präsentierte:

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In Braunschweig traf ich dann 012 063, die ich am 10. Mai 1975 anläßlich einer Sonderfahrt über Aachen nach Lüttich (B) zum ersten und bislang letzten Mal gesehen hatte. Ich durfte an diesem Samstag sogar die Schule schwänzen (ist ja verjährt), war mir aber der Bedeutung der Fahrt und der Lok natürlich nicht bewusst. Die Erkenntnis kam erst Jahrzehnte später, als ich mich sehr intensiv mit den Ölern auseinander gesetzt hatte....Die Lok soll an ihr AW Braunschweig erinnern und präsentiert sich in einem recht gepflegten Zustand, besser, als 1975... Schaut man genau hin, sieht man die Jahrzehnte im Freien natürlich recht deutlich....Trotzdem war die Freude nach 45 Jahren zumindest auf meiner Seite recht groß!

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Aus zeitlichen Gründen betrat ich den Bahnhof erst gar nicht. Die Innenstadt von Braunschweig lud zum Verweilen und Bummeln ein. Die Straßenbahn bot sich im Vorbeigehen für einige Fotos an:

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Der ursprüngliche Plan, noch nach Celle zu fahren, wurde wegen der jahreszeitbedingten frühen Dunkelheit aufgegeben. So hielt man noch in Peine an, wo im abnehmenden Licht einige Fotos möglich waren:

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Internationaler geht es kaum: PKP befördert einen chinesischen Containerzug in Deutschland:

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Nach erneutem Besuch der Blues-Garage stand am Sonntag-Morgen die Weiterfahrt zur Küste an. Ich wollte mir Isernhagen einmal bei Tag ansehen.
Der Inhaber der Blues-Garage betreibt das Motel-California, ebenfalls im Western-Stil. Obwohl das nichts mit der Bahn zu tun hat, seien einge Fotos gestattet:

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Leider hatte sich die an sich zweckmäßigere Übernachtung dort aufgrund eines Irrtums im Vorfeld zerschlagen.

Ich nahm mir das natürlich ungenutzte Industriestamgleis vor:

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Und danach den Bahnhof von Isernhagen, der noch recht vollständig über Nebengleise verfügt. Hier hat der Metronom das Sagen:

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Weiter ging es dem RE1 folgend nach Norden / Norddeich in die alte heimat der 012 an die Küste, wovon im zweiten Teil berichtet wird.


Franz-Josef

Rolf
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Re: Nordtour 1 - Wo ist Isernhagen?

Beitrag von Rolf » Samstag 18. Januar 2020, 19:25

Spannender Ausflug. Vielen Dank!

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