Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Gerolstein - Prüm [-Pronsfeld - Bleialf - St.Vith]
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Classicline155
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Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Classicline155 » Freitag 14. Februar 2020, 16:21

Ich hab es leider nicht hinbekommen die PDF hochziehen.
Lg Stefan
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Holger Lersch
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Re: Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Holger Lersch » Samstag 15. Februar 2020, 01:38

Ahahahaaahaha - mit dem Rad zur Arbeit fahren. Netter Versuch. Keiner wird das tun. Der Radweg kommt, soviel scheint sicher - aber da werden einfach nur Leute an Weinsheim vorbeiradeln und gut ist.
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Rolf
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Re: Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Rolf » Samstag 15. Februar 2020, 09:12

Holger Lersch hat geschrieben:
Samstag 15. Februar 2020, 01:38
Ahahahaaahaha - mit dem Rad zur Arbeit fahren. Netter Versuch. Keiner wird das tun.
Da bin ich nicht so sicher. Mit den neuen und immer leistungsfähigeren E-Bikes gibt es einen regelrechten Boom. Jetzt fahren Leute Fahrrad, denen es vorher zu anstrengend war, vor allen Dingen bergauf. Mittlerweile sieht man auf den Fahrradwegen in der Eifel 50% und mehr Leute mit E-Bikes. Tendenz steigend. Für kurze und mittlere Distanzen wird das damit zunehmend interessant. Wenn ich von Weinsheim oder Gondelsheim nach Prüm oder Gerolstein zur Arbeit (oder in Gerolstein in die Bahn umsteige), ist das durchaus eine attraktive Variante. Von Bleialf oder Neuerburg wird wohl kaum jemand mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Umstieg auf die Bahn nach Gerolstein fahren, aber bei mittleren und kurzen Distanzen ist das ganz anders. Zum Vergleich möchte ich die Strecke Ochtendung-Koblenz nennen. Hier wurde vor ein paar Jahren der Abschnitt Ochtendung-Bassenheim zum Fahrradweg umgebaut. Seither habe ich mir die Situation vor Ort genau angeschaut und auch mit der Ortsbürgermeisterin und Anwohnern darüber unterhalten. Viele Bürger wohnen entlang der Strecke und fahren über den Fahrradweg zur Arbeit nach Koblenz. Ein Behördenmitarbeiter, der in Ochtendung wohnt und in Koblenz arbeitet, berichtete mir, dass er mit dem Fahrrad bergab schneller in Koblenz sei als mit dem Auto und deswegen zeigte er sich sehr erfreut über den neuen Fahrradweg, den er angeblich täglich nutzt, außer bei schlechtem Wetter. Seine Kinder fahren darüber auch zur Schule, und angeblich machen es viele Ochtendunger so wie er. Ich habe mir die Situation mal an einen Werktagmorgen angeschaut, und tatsächlich sind dann viele Leute gen Koblenz unterwegs, auch Kinder mit Schultasche und Menschen mit Aktentasche oder Rucksack. Und, egal wen man fragt, unisono wünscht man sich den Weiterbau des Fahrradwegs bis Koblenz. Als Bahnfreund schmerzt mich das, aber das ist nun mal die Realität. In der dünner besiedelten Westeifel wird es sicher eine geringere Nachfrage geben, aber man sollte dieses Argument nicht einfach wegwischen. Einen geringen Bedarf gibt es auch hier.
Holger Lersch hat geschrieben:
Samstag 15. Februar 2020, 01:38
Der Radweg kommt, soviel scheint sicher
Ich fürchte auch. Und das ist sehr bedauerlich, zumal die ehemals doppelgleisige Trasse, auch wenn das Gleis heute oft mittig liegt, vielfach die Möglichkeit bietet, den zweifelsohne sinnvollen Fahrradweg parallel zu führen. Die Pläne lagen doch auf dem Tisch! Bisher haben die Politiker die Mehrkosten gescheut, und das war vor 10, 15 Jahren auch noch verständlich. Damals waren die Zinsen hoch, die Gemeinden im Defizit und das Geld saß nicht locker. Mittlerweile hat die Niedrigzinspolitik der EZB aber gänzlich neue Rahmenbedingungen geschaffen. Die Kommunen entschulden sich massiv und selbst die Gemeinden mit vormals notorisch roten Zahlen erwirtschaften mittlerweile Überschüsse. Und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Die EZB wird die Zinsen niedrig halten müssen, weil andernfalls der Euro auseinanderbricht. Und die Bürger lassen sich, anders als ursprünglich befürchtet, die Enteignung der Sparguthaben auch gefallen. Paradiesische Zustände für Investitionen. Was also hindert die Politiker noch, wegen der (vertretbaren) Mehrkosten den Fahrradweg parallel zur Bahnstrecke zu realisieren UND die Strecke unberührt zu lassen? Eifler Sturheit? Fehlende Weitsicht? Ich verstehe es absolut nicht (mehr). Die Eifelkommunen sollen ihren Fahrradweg neben der Bahn bauen, und die Bahn wieder fahren lassen, wenn sich denn jemand findet, der die Strecke betreiben will. Bahn- und Fahrrad-Tourismus können wunderbar voneinander profitieren. Ein Kompromiss ist immer noch möglich - und sinnvoller denn je. Man kann nur hoffen, dass doch noch Vernunft einkehrt!

Classicline155
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Re: Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Classicline155 » Samstag 15. Februar 2020, 14:53

Man kann nur hoffen, dass doch noch Vernunft einkehrt!
[/quote]
Das glaube ich bei den Prümern nicht,allerdings sitzt in Gerolstein jetzt ein Bürgermeister der Pro Bahn eingestellt ist.
Seit diesem Jahr gibt es ja auch neue Fördermittel man muss sie nur haben wollen.Ich verstehe nicht das man das nicht als Chance für die Region sieht und es macht.

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Holger Lersch
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Re: Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Holger Lersch » Samstag 15. Februar 2020, 18:49

Rolf, Du hast vollkommen recht - die E-Fahrräder hatte ich nicht auf dem Schirm. Damit könnte das tatsächlich den ein oder anderen geben, der zu Stihl und Streif radelt - dennoch, es wird wohl mehrheitlich Ausflugsverkehr sein der da dann lang fährt.

Die wünscheswerteste Lösung ist aber immer noch beides, Bahn und Radweg zusammen.

Ich kann ja nicht begreifen, wie sich die ganzen kleinen "Eifelmetropolen" (Prüm, Daun, Bitburg) sich so kampflos von einer Infrastruktur wie einer Bahnanbindung trennen...
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Rolf
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Re: Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Rolf » Sonntag 16. Februar 2020, 11:37

Holger Lersch hat geschrieben:
Samstag 15. Februar 2020, 18:49
Die wünscheswerteste Lösung ist aber immer noch beides, Bahn und Radweg zusammen.
Korrekt. Und der Fahrradweg NEBEN der Bahnstrecke könnte schon seit 10 Jahren fertig gestellt und in Nutzung sein, wenn die verantwortlichen Kommunalpolitiker nicht so stur und kompromisslos wären. Mit ihrer Blockadepolitik gegen jeden Kompromiss schaden sie der touristischen Erschließung der Westeifel massiv. Wir haben bald 15 Jahre Stillstand und eine Lösung ist immer nicht noch in Sicht. Ein Trauerspiel.

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Re: Neues aus Prüm(Die Radweg Mafia);-)

Beitrag von Classicline155 » Samstag 22. Februar 2020, 07:00

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