Historische Eifelquerbahn - bitte um Mithilfe!

Eifelquerbahn (Andernach - Mayen - Kaisersesch - Daun - Gerolstein)
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M&M
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Historische Eifelquerbahn - bitte um Mithilfe!

Beitrag von M&M » Sonntag 8. März 2020, 16:14

Guten Tag,
ich wurde heute zu Rate gezogen, konnte aber leider selbst nicht weiter helfen. Vielleicht finden sich aber ja eher hier noch Eisenbahnfreunde, die sich mit den Betriebsvorgängen der Eifelquerbahn bis 1983 auskennen:
Es geht darum, dass es auf der Eifelquerbahn von den 1950er Jahren bis 1983 einen vereinfachten Zugleitbetrieb mit einem Zugleiter in Daun gegeben haben soll. Daraus resultieren einige Fragen, die hier in der Ausgangsdiskussion leider offen bleiben mussten:
Kann das jemand bestätigen, dass der Zugleiter noch bis 1983 in Daun saß und von Gerolstein bis Monreal zuständig war?
War Sitz des Zugleiters das etwa 2001/2002 abgerissene Stellwerk in Daun, das auch der Zugleitung für die Strecke nach Wittlich diente?
Gab es zu dieser Zeit noch mit Personal besetzte Bahnhöfe an der Strecke, wo Ein- und Ausfahrten in Verantwortung des örtlichen Personals geregelt wurden? Wo?
Denn darum dreht sich die Ausgangsfrage: Wie lief die Kommunikation mit Personal an einem Streckenbahnhof ab? Wurde dieses jeweils stets vom Zugleiter informiert, wenn ein Zug anrollte? Wurde der Zug von dem einen Bahnhof an den nächsten mit Personal besetzten Bahnhof gemeldet?
Zur Ursprungsdiskussion: https://www.drehscheibe-online.de/foren ... 436,page=2
Gruß M&M

reinout
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Re: Historische Eifelquerbahn - bitte um Mithilfe!

Beitrag von reinout » Montag 9. März 2020, 13:34

Ich war diejenige die die (algemeine) Frage ursprünglich auf DSO gestellt hat. Gute idee hier weiter zu fragen, weil die Frage jetzt die EQB betrifft.

Zum Zugleiter in Daun: in das rote Eifelquerbahnbuch (Kuhl/Petry/Werning) wird gesagt "Während der Zeiten des vereinfachten Zugleitbetriebes war Daun bis zur Auflösung seiner Stellwerke Zugleitbahnhof für die gesamte Strecke von Mayen West bis Gerolstein sowie für die abzweigende Strecke bis Wittlich."
"Signal" auf DSO sagt dazu das folgende: "Ich kann mich an das von dir verlinkte Stellwerk in Daun noch gut erinnern: Dort hing immer auf einer Glasplatte der aktuelle, gesamte Streckenplan der Strecke Daun - Wittlich mit genauer Zeichnung der jeweiligen Bahnhofssituation für den Zugleiter. An vergleichbares für die Strecke Gerolstein - Monreal kann ich mich hingegen nicht erinnern"
Also die Frage ob Daun tatsächlich auch für die EQB zuständig war.

Im "roten Buch" wird für Ulmen gesagt: "Ende der 50er Jahre wurden große Mengen Baumaterial (Kaserne Ulmen + Flugplatz Büchel) umgeschlagen. Statt der 10 bis 15 Mitarbeiter, die sonst der Dienststelle Ulmen angehörten, betrug die Personalstärke damals 30 bis 40 mann".
Da wird auch mal ein örtliche Betriebsbeamte mit dabei gewesen sein, vermute ich? Obwohl... ohne Einfahrsignale... Vielleicht eine Trapeztafel mit aufgezetzte Lampe fürs geben von "zp11, kommen"?
So rund 1970 war Ulmen verwaltnismäßig völlig an Daun angegliedert, laut das Buch.

Also:
M&M hat geschrieben:
Sonntag 8. März 2020, 16:14
Denn darum dreht sich die Ausgangsfrage: Wie lief die Kommunikation mit Personal an einem Streckenbahnhof ab? Wurde dieses jeweils stets vom Zugleiter informiert, wenn ein Zug anrollte? Wurde der Zug von dem einen Bahnhof an den nächsten mit Personal besetzten Bahnhof gemeldet?
Weiß einer wie das war? Anrufen? Nur mithören der Zuglaufmeldungen? Usw.

Sehr sehr willkommen wäre ein Bild wie es innerhalb so eine Fahrdienstleiterausbau von Ulmen/Uersfeld/usw aussah... Das könnte schon einige Fragen beantworten (und neue verursachen, aber das ist sogar willkommen :) ).

Reinout
Meine Eifelquerbahn in 1:87: EifelBurgenBahn (im Mittelrheinforum)

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