Bahnunterführung bei Bitburg bleibt!

Nims-/Sauertalbahn (Erdorf - Bitburg [- Igel])
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Prellbock
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Bahnunterführung bei Bitburg bleibt!

Beitrag von Prellbock »

Nachdem gerade in letzter Zeit wieder stumme Zeitzeugen der Nims-Sauertalbahn weichen mussten (Brücke bei Irrel, der TV berichtete mehrfach ausführlich nebst Fotostrecke & Abtragung der Trasse BIT-Süd), gibt es derweil Bauten, die standhaft bleiben, wie hier zu lesen ist:

https://www.volksfreund.de/region/bitbu ... d-52526759

Die Alte lässt der Neuen den Vortritt

Bitburg. Die Wirtschaftswegebrücke unterhalb der Bitburger Kleingartenanlage wird saniert. Doch bevor die Bauarbeiten anfangen, wird erst mal eine Querung im Zuge der Nord-Ost-Tangente gebaut.

(utz) Sie ist rund 110 Jahre alt und hat schon viele Fußgänger, Radfahrer und Traktoren getragen. Die Rede ist von der Wirtschaftswegebrücke, die über die Bahngleise zwischen Erdorf und Bitburg führt und die Albachstraße mit der Kleingartenanlage verbindet.

Dass das so bleiben wird, war nicht immer klar. Zum einen ist die Brücke, die ohnehin schon auf Fahrzeuge bis zwölf Tonnen, bis zu drei Metern Breite beschränkt ist und nur mit zehn Stundenkilometer befahren werden darf, sanierungsbedürftig. Zum anderen stand ihr Erhalt schon mal auf der Kippe – und zwar im Zusammenhang mit den Planungen des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein zur Nord-Ost-Tangente zwischen der B 50/Albachstraße und der L 5 (Bitburg-Nord).

Der LBM baut nämlich demnächst (vermutlich ab Spätsommer/Herbst) in diesem Bereich ebenfalls eine Querung. Darauf soll der landwirtschaftliche Verkehr künftig fahren — und zwar von der Albachstraße kommend über die neue Nord-Ost-Tangente und hinter der Bahnquerung wieder über eine Abbiegespur auf die Wirtschaftswege zurück. Geplant war, dass für diese neue Brücke die alte abgerissen werden sollte.

Doch daraus wurde nichts. Der Stadtrat Bitburg beschloss im April 2019 einstimmig, das Bauwerk zu erhalten. Denn sie erinnert mit ihren Natursteinmauern und Gewölben an die Zeit um 1909, als die Bahnstrecke von Erdorf nach Bitburg entstand. Zudem will die Stadt die Brücke für Fußgänger und Radfahrer erhalten.

Aber auch für den reinen Freizeitverkehr muss die alte Brücke auf Vordermann gebracht werden. Laut Stadt soll „mit der einfachen Sanierung die Verkehrssicherheit dauerhaft wiederhergestellt“ werden. 2016 war sie schon einmal kurze Zeit gesperrt, um das Geländer zu sichern; seitdem gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung von zehn Stundenkilometern. Eine umfassende Sanierung stand aber noch aus.

Das alles soll die Firma Bruno Klein aus Jünkerath bewerkstelligen, die den Auftrag erhalten hat. Rund 919 000 Euro soll das Projekt kosten. Etwa 114 000 Euro davon trägt die Stadt, den Rest das Land. Baubeginn ist laut LBM aber vermutlich erst im nächsten Jahr. Denn die alte Brücke lässt der neuen den Vortritt.

Erst wenn die über die Bahnlinie führende Querung der Nord-Ost-Tangente fertig ist, ist die Bahnbrücke dran. Solange haben die Landwirte Zeit, sich von der „Alten“ zu verabschieden.
Herzliche Grüße,

Prellbock

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